Aus dem Leben eines Taugenichts: Berlin 1826 - Joseph von Eichendorff
Eine reizende Geschichte. Ganz passend ist, dass ein halbes Dutzend Volkslieder darin sind, da das Ganze selbst wie ein Volkslied ist, voller grüne Wiesen und Vogelgesang (und man hat Lust, beim Lesen zu singen). Die Idee, dass eine Gräfin einen Gärtnerburschen heiraten könnte, das ist auch ein Lied oder ein Märchen. (Siehe z.B. Green Brooms oder The Discharged Drummer.) Am Ende gleicht es eher eine Operette, mit seiner irren Handlung -- als ob man von Wien nach Rom reisen sollte, und dabei immer wieder auf dieselben Leuten stiessen, wie ganz zufällig! Egalisierte gesellschaftlische Verhältnisse (wenn auch nur vorläufig und gespielt), Verkleidungen, und am ende Hochzeit. Was aber das Ganze belebt, is der Held, immer lustig und begeistert.

Die Bächlein von den Bergen springen,
Die Lerchen schwirren hoch vor Lust,
Was sollt ich nicht mit ihnen singen
Aus voller Kehl und frischer Brust?