Mmmelmann: Und Andere Tiergeschichten - Hermann Löns, Hermann Lېns, Lons

Diese Tiergeschichten sind vor allem Jagdgeschichten: die Beobachtungen eines Jägers, der sich für weit mehr als nur für das Großwild interessiert. Das gibt ihnen ihre besondere Eigenart.

Jeder der Tiergeschichten schreibt hat eine harte Aufgabe, seine Figuren zu persönlichen. Selten versucht man, sie ganz natürgemäß zu schildern; ein mehr oder minder ausgeprägter Anthropomorphismus bringt sie dem Leser näher. Aber ein Naturschreiber wie Hermann Löns (im Gegenteil zu einem Fabelschreiber) darf auch keine Menschen in Tierhaut schaffen. Ich (und bin nicht die Einzige) finde daß je mehr Tierbenehmen, Tierwesen da ist, umso interessanter.

Diese Aufgabe erfüllt Löns meistens ganz gut, besonders in die Geschichten wo die Tiere nicht sprechen. Insoweit er ihnen menschliche Züge gibt, beruht es oft auf Stereotypen — er kann ja nicht zu einzelnen Menschen als Vorbilder greifen. In diesen Stereotypen existiert ein starker Anteil an Sexismus. Aber auch Tierbeobachtungen sind reichlich da.

Verschönert hat Löns das Leben nicht, viele seiner Figuren sterben, von Menschenhand und sonst. Auch bevorzügt er weder Raubtiere noch Pflanzenfresser, die beiden sind liebevoll geschildert. Es gibt eine gute Vielfalt an Themen.